Einen Bogen spannen um einen Bogen zu spannen

Sich ein neues Hobby zuzulegen ist eigentlich immer eine vertrackte Sache, wenn man keinen Zeitblasen-Dealer zur Hand hat, der einem einen Tag , oder Täglich 1 oder 2 Stunden mehr Zeit besorgen kann, aber manchmal gibt es von außen Impulse, denen man nur sehr schwer widerstehen kann. Es ist dann auch immer die leidige Frage, was man denn anderes auf Eis legt dafür. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, hab ich ja eigentlich so unglaublich viele Interessen, das ich nie allem gerecht werden kann. Allerdings werde ich es mir nun doch nicht nehmen lassen, in einen neuen Sport hinein zu schnuppern, denn ich finde, mindestens einmal im Jahr sollte man zumindest etwas neues ausprobiert haben.

Gut, dieses Jahr habe ich das eine neue ja schon mit meinem Standup paddle board ausgeschöpft, doch durch einen Mitarbeiterausflug gestern auf die Tannenburg in Hessen habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen können, nämlich im kleinen Rahmen mal das Bogenschießen auszuprobieren.

Zweierlei Bögen waren dabei die Hauptakteure, die uns bei liebevoller Kurzeinweisung zur Verfügung gestellt worden sind, um die Arme Strohzielscheibe oder auch die Textile Schutzwand nach traditioneller Art mit dem Kurz- und dem Langbogen zu töten.

Und was soll ich sagen? Es war fantastisch. Ich hatte schon seit Jahren die dumpfe Vermutung, das mir das ohne Gleichen gut gefallen könnte, doch das einmal nun ausprobiert zu haben und dieses Gefühl der Purness dabei zu erleben. Hach, ich muss sagen, das ich es grandios fand.

Die Haltung, die Konzentration, die absolute Einigkeit mit der Sehne an den Fingerkuppen und der Wange. das hatte alles etwas so berauschend erhabenes und ich verstehe nun noch viel weniger, wieso Menschen lieber mit Pistolen, denn mit Pfeil und Bogen arbeiten.

Ich komme aus dem Staunen nicht heraus und es fehlen mir derzeit auch die richtigen Wörter um das Gefühl stimmig zu beschreiben. Es ist fast so, als schüfe der Bogen eine Verbindung von einem Selbst zum Ziel auf eine ganz ehrliche und ursprüngliche Art und Weise.

Diese Sportart, die m.M.n jeder mal versuchen sollte, dank den xfach bevorstehenden Zombieapokalypsen, werde ich nun irgendwie in meinen bereits viel zu engen Zeitplan mit einfügen müssen. Denn los lassen kann ich das nicht.

Der gute Mann, der sich für uns die Zeit genommen hat, uns auch einiges zur Geschichte der Bogen und deren Krieger zu erzählen, hat da aber auch ein gutes Stück Arbeit bei mir beleistet mit der wundervoll ruhigen Art und Weise, uns einzuweisen. Ich glaube, er hat auch schnell gemerkt, wieviel Spaß ich daran gefunden habe, da ich schon immer automatisch einen Bogen entgegen gestreckt bekommen habe, wenn sich kein anderer so recht getraut hat. Auch die knappenhafte Reichung neuer Pfeile für mich während seinen Schilderungen um die Geschichten war einfach nur granatig. Vielen lieben Dank an dieser Stelle Herr Wildhüter T.! ❤

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3 Gedanken zu “Einen Bogen spannen um einen Bogen zu spannen

  1. Aristides Steele 27. August 2018 / 13:50

    Oh da klingt tatsächlich wahre Begeisterung aus Dir 😀

    Ich wollte das auch schonmal austesten, schonmal weil einer meiner Cosplay-Charaktere ja Bogenschütze ist – Ishida aus „Bleach“ – letztenendes ist unser Angebot an solch vereinsmässigen Aktivitäten recht mau hier im Waldland – auch wenn allgemein die Möglichkeiten seit meiner Teeniezeit in den 90ern wirklich enorm ausgebaut wurden.

    Aktuell beschäftige ich mich mit der drängenden Frage „was tun im Winter“ … das wird wohl drauf hinauslaufen, fast 25-jährig stillgelegte Skifahrkenntnisse auszupacken und sich nach neuem Gerät umzugucken – das geht bei uns dann wieder sehr gut …

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  2. ottovonbollersleben 27. August 2018 / 13:58

    Moin, moin aus dem hohen Norden 😉 Bei dem Thema, muss ich doch direkt mal nen Kommi hinterlassen. Es ist wirklich ein tolles Hobby. Es gibt eine Menge Beiträge bei uns, in denen das Bogenschießen thematisiert wird und so einige Turniere haben wir schon bestritten.

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    • freakingoutdoors 27. August 2018 / 16:04

      Ahoi, ja, hab euch sogar schon mal beim Tampen trekken gesehen in SL. Ich komme ja ursprünglich aus FL/SL. Das tolle ist, das einer unserer Mitarbeiter, der sich diesen Ausflug mit einer Gruppe zusammen ausgedacht hat, eine Affinität dazu mitbringt und wir heute schon lapidar darüber gesprochen haben, das er mir zeigen würde, selbst auch mal einen Bogen her zu stellen. Das ist natürlich Weltklasse

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