Fahrradwartung

Ich muss schon sagen, wenn man Ganzjahresfahrerin ist, hat man ein kleines Problem.. Wann schiebt man mal eine gute Wartung ein? 5 Tage die 3oche ist man irgendwie doch auf dem Bike, an den freien Tagen ist man mal froh übers Sofa.. Und ja, ein wenig Faulheit meinerseits ist durchaus angebracht, noch als Problem dazu zu nennen. Doch nach nun 4 Jahren Dauereinsatz waren Ritzel und Kassette irgendwie rund gefeilt, ständig flutscht die Kette auf dem großen Ritzel durch.. Ein neuer Antrieb musste her.. Gesagt, getan. Neue Kassette, neue Ritzel, neue Kette und dann das.. Das Tretlager war auch durvhgenudelt. Lustigerweise beim Fahren erst gar nicht zu merken gewesen, aber es suppte stetig an der Kurbel Rostwasser runter.. Nachdem die Kurbel mal ab war, war das dilemma groß. Es wäre so nett gewesen, wenn es KEIN Presstretlager gewesen wäre, aber was soll ich sagen? Werkstatt ahoi. Das haben wir bei aller Liebe und Gewaltbereitsvhaft dann doch nicht im Alleingang machen wollen/können. Aaaber da sind die Jungs von Lucky Bike Kassel total cool und lieb. Schwupp, draußen das Ding, totalschaden sozusagen. Aber keine halben Sachen, also ‚plopp‘ das neue rein gesetzt und dann ab in den Werkelkeller.. Eigens neue superduperimbusschlüsselsatz Box vom Ganter ausprobieren.. Und den rückstoßfreien Hammer… Für die Arbeit ganz toll, aber wenn mann damit…. OK, ich schweife ab. Mein Bulle hat einen neuen Antrieb drin, endlich… Und der gute Vorsatz. :mehr Fahren… Vielleicht auch mal mehr warten…. Ich bin optimistisch, das ich das auch mal hin bekomme. Aber wenn wir ehrlich sind, macht es einfach mehr Spaß auf dem Bike durch die Gegend zu düsen, als es ständig auseinander und wieder zusammen zu pflücken

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Ischias

Hallo ihr lieben. Heute ist seit langem mal wieder stretching und Yoga dran.

Wie einige von euch ja bereits wissen, habe ich vor ein paar Wochen mir den „Rücken verdreht“ mit Verdacht auf Hexenschuß. Ich bin ja sogar noch den Mudder Island damit gelaufen, doch leider hat sich mit der Zeit herausgestellt, daß ich nun einen äußerst Wetterfühlichen Ischias habe, der seit diesem Unfall mich gerne daran erinnert, was da hinten im Rücken eigentlich so alles zusammen läuft und vor allem auch zusammen arbeitet.

Um erstmal das ganze im Zaum zu halten, ist jetzt etwas Achtsamkeit gefragt und eine regelrechte Therapie dafür, welche im Detail noch für mich ausgearbeitet wird. Aber gut… Gibt’s erstmal nur schmalspursport für mich wie halt eben Yoga.

Ich halte euch auf dem laufenden und werde berichten…

Das erste Mal…

Ahoi,

Der Urlaub ist leider schon um und nun sogar bereits eine Woche her. Ich habe jetzt doch mal ein wenig Ruhe benötigt und habe keinen Sport getrieben.. Obwohl. Halt doch..

Kannst Du Dich noch an diesen euphorischen Bericht über das Bogenschießen erinnern?

Fein.. Weil.. Guck mal. :

Ich habe nun meinen eigenen kleinen Bogen.

Es ist kein super-duper dolles Ding, aber für den Anfang reicht er mir völlig. Mit seinen 30 Pfund Zugkraft hat er sogar gar nicht so wenig Dampf auf dem Fühler und bei diesem besonderen Shooting habe ich so manchen Sandkorn, Regenwurm und Grashalm gekillt 😇

So, ich werde mir noch mal eine Zielscheibe zulegen müssen und ab nãchster Woche gibt es auch wieder Krafttraining für meine Puddingärmchen…

Bild ist gemacht und bearbeitet von Mathias Bannick, Fahrdorf

Knüllwald- idylle

Aoooouuuuuuu

 

Da war er wieder, der Schlachtruf für den wohl schlammigsten Hindernislauf, den ich bisher je mitgemacht habe. Welchen ich  meine? Natürlich den Bad Wolf Dirt Run! Wundervoll gelegen auf dem Männerspielplatz aka Offroadpark im Knüllwald in Nordhessen. Also was gibt es? Berg auf, Berg ab auf Schotter, im Wald, unter Panzer durch und mitten rein und durch gefühlt 1000 Matschlöcher.

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Dieses Jahr habe ich eine Freundin mit zu dem Lauf geschleift und was soll ich sagen? Natürlich war sie hellauf begeistert.

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Die Strecke selbst wurde auch verändert, so das man, wenn man den Lauf bereits das Jahr zuvor gemacht hat, nur rudimentär weiß wo es lang geht. Eigentlich sind nur ca 1km ab Start und 1km zum Ziel gleich geblieben. Na obwohl… die Wand, die letztes Jahr noch kurz nach dem Start für eine immense Wartezeit gesorgt hatte, wurde wesentlich weiter ins Spielfeld rein geschoben. Aber das Team des Runs wäre nicht das Team, wenn sie nicht aus schief gelaufenen Ideen neue Ideen schmieden würden… das Feld war ja natürlich schon wesentlich lockerer und dennoch gab es eine kleine Ruhephase, die allerdings wundervoll für Kaffee genutzt werden konnte. Ja, Du hörst richtig. Das geniale Team hat sich dazu entschlossen, direkt da ein Pavillon aufzustellen und den Läufern Kaffee zu kredenzen. Es war herrlich, etwas Warmes zwischendrin zu trinken zu haben.

Wirklich wirklich von mir ein großes Lob. (was ich übrigens auch in der anonymen Umfrage lobend erwähnt habe 😉 )

Dieses Jahr, auch wenn der Lauf im September statt findet, gab es Oktobereske Ausläufer in Form von Erschreckern… auch das begrüße ich und habe mich an jedem Schreckensschrei von vorherigen oder nachkommenden Läufern gelabt und wäre so gern bei der Hexe geblieben um ihr beim Gruseln zu assistieren.

Ich finde es wunderbar, wie der Lauf immer wieder neue Züge erhält, einfach um ein spannendes Neuerlebmis draus zu machen, auch, wenn man den Lauf schon mal mitgelaufen ist… wer weiß, was meine Freundin, mich und vielleicht noch weiteren „Wiggling Adipose“-Kämpfern (Vorsicht, enthält Anspielungen auf Doctor Who, der ja auch einen Bad Wolf kennt 😉 ) erwartet.. gemäß der Verbundenheit zu den Gebrüdern Grimm ggf mehr Cosplayer, die dem Wolf oder dem Rotkäppchen (Schneewittchen, Rapunzel, Frau Holle und wie auch sonst die Startgruppen alle heißen)  noch mehr leben und Bühne einräumen… das fände ich mega gut, wüsste aber an dieser Stelle nicht, ob ich laufen oder aber als Zombiekäppchen durch den Wald torkeln wollen würde..

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Meinen Hut lupfe ich für das Team und die schöne Veranstaltung und möchte mich für den endtollen Spaß bedanken, die das Team mir und vielen hundert weiteren Läufern beschert … (und wem 2 runden zu wenig sind, kann laufen und laufen  und laufen, so wie der klasse Läufer, den ich bereits schon mal erwähnt hatte, der meines Wissens nach die Runde 4 mal durchgehauen hat… ich freu mich schon, Dich das nächste mal zu sehen Du Verrückter 🙂 )

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Mein nächster Bericht wird aus Wunsiedel kommen, wo ich dann als NCC- 1701 an den Start gehe. Die Turbinen sind schon heiß gelaufen, und mit Warp 2 (weil wir zu zweit laufen) geht’s dann da durch die Höhen und Tiefen unbekannten Terrains für mich. Und das alles nur just for fun und für Freaking Outdoors!

Loipen und Gesänge

Ski-Clubs brettern nicht nur fix mit den Skiern durch die Loipen, musste ich nun ganz schön erschrocken fest stellen. Nein, die sich auch egal welchen Alters zu Fuß unglaublich fix.

Vergangenes Wochenende nämlich war FO in Retterrode erstmalig seit der Umbenennung offiziell namentlich bei einem Waldlauf, der den Skifreunden im Sommer ihre Sportlichkeit anhand von verschiedenen Laufwettkämpfen garantieren soll.

Und ja, Skigebiet, ich hätte es mir denken können, es waren mehr Höhenmeter als gewöhnlich auf der gerade mal 6km langen Strecke, die sogar in Skikreisen die Hessische Meisterschafts-Distanz gekennzeichnet hat. Meine Füße sind quasi über heiligen Boden geschritten. Aber in erster Linie war die Strecke schön anzusehen… ich wollte erst anzuschnaufen schreiben.. wäre in meinem Fall auch nicht so verkehrt. Aber ich sag euch. Kaum ist das Startsignal erklungen, gingen die Leute da ab wie sonst was.

Natürlich habe ich mich Anfängerlike dazu hinreißen lassen, mit viel zu viel Dampf dem Großteil der Gruppe zu folgen, was dann natürlich zur Folge hatte, das meine Zunge gefühlt 500m nach dem Start am Boden fest klebte, während ich meine Beine irgendwo einen Kilometer voraus geschickt habe.. dazwischen noch ein wenig Wehwehchen meines Hexenschusses… hey, das muss man auch erstmal können 😉 Aber getreu dem Motto „bite and fight“ hab ich die 6km durchgehalten… so ein Witz. Normalerweise brüll ich ja so gerne, das ich für Strecken unter 5km nicht mal die Schuhe binden würde und nun hat mich die 6km strecke so ins Zwerchfell gepickt. Nicht nett… aber gut, man wird nicht jünger, der Körper mag derzeit nicht gern belastet werden, doch ich habe es jetzt Ärztlich, ich MUSS mich und meinen Rücken dringend regelmäßig bewegen, auch wenn es weh tut.

Besonders traurig machte mich dann die Erkenntnis, das ich aufgrund des Arbeitsvolumens derzeit nicht am Hospiz-Lauf hier in Kassel am Mittwoch teilnehmen konnte. Mein Neid ist den Joggern und walkern gewiss, obwohl die hier 31Grad nicht gerade das beste Läuferwetter darstellen.

 

Aber feine Sachen wurden aufgetischt. Von Häppchen über Kaffee, Musik, Plausch und Pferden war alles dabei. Schon schön, wie das Pferd und das Knuffelpony vorab schritten um die Fahrradfahrer, Jogger und Walker auf dem Spendenlauf zu begleiten. Ein wirklich schönes Event, bei dem ich gerne das nächste mal mitmache, denn jeder gelaufene Kilometer zählt für das Mehrgenerationshospiz vom Heilhaus in Kassel. Ich sage aber gerne Bescheid, wwenn der Lauf wieder startet, vielleicht finden sich ja auf dem Wege noch mehr Leute, die für den guten Zweck die Beine mal lockern wollen auf der 15km langen Strecke

 

Mudder Island Poel

Sicherlich kennst Du das, das Wochenende geht von Freitag mittag bis Sonntag abend, und es kann sich sowohl kurz, wie auch lang gleichermaßen anfühlen..ist bestimmt schon jedem mal passiert. Mir nun auch.

Ich hab Dich ja schon vorgewarnt, das ich einen Bericht zum Mudder Island Run auf der Insel Poel zusammenschreiben werde, doch ich habe so viele tolle Eindrücke von diesem Wochenende mit heim genommen, das ich sowohl  einen Bericht über das Rennen , wie auch über das Mikroabendteuer mit meiner Tochter verfassen werde. Doch hier liest Du erstmal den Bericht über den Lauf, den ich nur durch Zufall aufgetan habe.

Wie das? Fragst Du Dich vielleicht. Das ist bei Facebook passiert, über die Seite der Hindernisläufe für Fun und Anfänger. Die haben nämlich Startplätze zu vergeben gehabt und ich das Glück, von Moni und Peter ausgelost zu werden.

Ich hatte 3 Karten. Ich wollte 2 begeisterte Hindernisläufer mitnehmen, doch der eine musste Arbeiten, die zweite hatte eine endgeniale Ausrede. Ich staunte nicht schlecht als ich als Antwort ein „Es tut mir so furchtbar leid, aber ich bin an dem Wochenende auf einem Lamatrekking“

 

Goil, was man hier in Deutschland alles machen kann. Wer will nicht einfach mit einem Lama über die Heide wandern?

Gut, die Ausrede war originell und ich hab mich mit Bildern abspeisen lassen, die ich übrigens noch nicht habe… warte mal, ich muss da mal kurz ne Whatsapp schreiben….

 

Gut,  die nächsten die mir eingefallen sind, auch beides die total trainierten Cracks , unter anderem auch Dragonheart Battle Finisher, hatte einmal mit dem Kreuzband und einmal mit dem Innenminiskus zu kämpfen.

Soda.. nun… beste Freunden wo gibt auf Welt.. die .. die muss mit…auf sowas hat sie garantiert Bock

Sie kann nicht. Viel Arbeit, Geburtstag vom Mann, diverse familiäre Verpflichtungen und das erste „freie“ Wochenende seit langem… irgendwas hasste mich da also gewaltig. Ich könnte die Liste noch weiter führen, aber fakt ist einfach, das ich letzten Endes allein vor Moni und Peter gestanden habe, aber das war letzten Endes auch nicht so wild.  Wir haben es für uns gerockt..

Aber zum Lauf selber… die Insel Poel liegt (quasi) bei Rostock, also Ostsee… Pluspunkt schon mal für die Lage, da ich ja auch ein Küstenkind bin…  die Anreise mit 4,5 Stunden war ein wenig untertrieben, wir haben dank Stau 6 benötigt, also haben wir Freitagabend leider die Nudelparty verpasst. Insgesamt aber nicht schlimm. Angekommen, Zelt aus dem Auto geworfen und beim Sonnenuntergang und Mukke von der Veranstaltungsbühne relaxed… klappt super. Lobend hierbei ist die Orga zu erwähnen. Da wir west so spät aufgetaucht sind, und ich keinen Nerv hatte, noch einen Bank Automaten aufzusuchen, konnte ich bei der Platzwächterin meinen   Namen hinterlegen und den Zeltplatz dann am folgenden Tag bezahlen, da ich eh noch einkaufen musste. Dankeschön dafür!

Gesagt, getan. Die Nacht war erstaunlich stürmisch und nass, aber das morgendliche Bildimg_20180901_0936568782490134207348905.jpg dadurch eigentlich fast noch idyllischer, wenn man das Zelt aufzippt und einem die Sonne entgegen lacht. Im Ort dann erstmal in der   wohl niedlichsten Apotheke gewesen, die ich bisher gesehen habe, um mir meine momentane Droge, ABC Pflaster mit Chili zu kaufen, denn NATÜRLICH ziehe ich mir meinen ersten Hexenschuss 3 Tage vor dem Lauf zu.

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Im hellen hatten die Hindernisse auch keinen allzu grausamen Schein mehr, wie noch abends, als ich über einen Teil der Strecke spaziert bin.    Nach dem Frühstück (Bratwürstchen vom Vorabend XD) wurde ich auch langsam hibbelig, da die ersten Truppen schon unterwegs waren, ich selbst aber erst in der letzten Startgruppe gelistet war. Und meine Laufpartner hab ich auch noch nicht gesehen oder gehört… so konnte ich wie ein Tiger im Käfig nur ständig auf und ab laufen. Doch auch diese Zeit hatte ein Ende.

Der Lauf selbst ist ohne Zeitmessung, also einfach ans Infohäuschen, Nummer und Shirt holen.. hätte ich das früher gewusst, hätte ich das natürlich auch eher getan. Naja, was solls. Aber die Qualität des Shirts ist wieder ein weiterer Pluspunkt. Ich staune immer wieder, wieviel Mühe die Insel in ihren Lauf steckt, wo er doch jetzt erst zum 2. Mal organisiert wurde. Wirklich wirklich toll.

DSC_4181kleinDa sind wir nun..im neuen Shirt, Nummern auf den Rücken getackert, da man schon gesehen hat, wie reihenweise die Läufer der Vorgruppen ohne Nummern wieder eintrudelten, also muss es irgendwo ein Hindernis geben, welches ein wahrer Nummernfresser ist….oder die Nadeln sind Mist….. oder die Nummerzettel selbst.. who cares.. wir hibbeln vorerst weiter und lassen uns sogar hinreißen, die Aufwärmübungen mit abzustrampeln… bei den Liegestützen aber war ich raus… ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber … der Hexenschuss 😉

 

 

Puff.. da war es, das Startzeichen und so ging es dann über stock, Stein, Baumstamm, Algenteppiche und Ostsee und wir hatten einen heiden Spaß. Wir wissen zwar nicht so recht, wie wir das angestellt haben, aber wir sind bei den ersten beiden Hindernissen so unglaublich gut weg gekommen, das die Streckenposten stellenweise verwirrt waren, als wir sagten, das noch so einige kommen. Sicherlich hatten die Armen auf Feierabend gehofft. Man darf nicht vergessen. der erste Start war morgens um 9 und wir sind erst um 14.00 gestartet. Da kann man die Armen schon verstehen. Aber das war auch wieder sowas tolles. An wirklich jedem der 15 Hindernisse auf den 8km saßen freiwillige Helfer. Ermutigend, anfeuernd, helfend. Einfach toll. Einer für alle und alle für einen. Das hat die gesamte Veranstaltung so unglaublich familiär gemacht.

Ok, wir hatten 2 Hindernisse, die besser strukturiert werden nächstes Jahr, weil die dieses ,al wie Fliegenfänger unglaublich aufgehalten haben, weil sich alle möglichen Gruppen da aufgestaut haben. Aber die Verantwortlichen waren super happy, wenn man mit seinem Finisher- Bier in der Hand erklärt hat, wie man das ggf. unterbinden kann. Die Insel will es einfach richtig machen und uns Läufern einen rundum geiles Erlebnis kredenzen. Sogar shoppen war möglich 😉

 

Das leckere Bier ist da auch nur ein weiterer kleiner Pluspunkt. Ich fand auch die After Run Party abends nice.. hatte einen Charme von „mal mit dem Bier an einem Tisch mit fremden sitzen und ne gute Zeit haben“, Dorfdisco und guter, handgemachter Lifemusik. Hier auch ein Lob an die Band. Sympathisch, gut drauf uuuund sie wussten, was sie da oben taten auf der Bühne. Da konnte man gut die Grätschen ausstrecken und den Lauf nochmal Revue passieren lassen. Die wundervolle dichte der Hindernisse wurde zum Beispiel auch bei den Hard Boys/Girls gelobt. Mit 35 Hindernissen auf 18 Kilometern einfach wohl DER feuchte Traum eines ambitionierten Hindernisläufers. Und ich war auch überrascht, wie mir ein Run, der erst zum 2. Mal statt findet, doch so viele Hindernisse bieten konnte, die ich in der Form bei noch keinem anderen Hindernislauf hatte.. zum Beispiel das bei den Einheimischen liebevoll „Gebärmutter“ genannte.. so einfach aber noch nie gesehen. Wusstest Su, das Silage Folie echt so null Licht rein lässt? Wenn Du  so 10m da durch krauchst und einfach nur Panik hast, das Dir wer auf die Finger stiefelt   weil es links und rechts neben Dir kruschelt .. oder die Schlauch- Pontons in diesem…. Schlammgraben XD Als Tarzanline rumschwingen war auch mal eine tolle Abwechslung, und hey… DA hab ich sogar ein Video von ❤

Und so sitzt Du dann da

auf einer Bierzeltgarnitur, denkst an Deine lieben Mitstreiter, versuchst Deine Cheerleader-Boys zu animieren, die ja eigentlich gar nicht so recht wussten, warum sie meinem Ruf gefolgt sind, auf Poel zu zelten. Aber hey, eigentlich ging es um ein nettes miteinander. Die Jungs glampend, meine Tochter und ich campend… überlebend….. irgendwie sowas, ihr wisst schon… Hexenschuss 😉

Aber wer meint, Nudelparty, Run und Afterparty sind sicher das Ende der Fahnenstange.. der irrt… Sonntag Morgen hat die Insel sogar noch zu einem Katerfrühstück gekaden mit Kaffee satt, endleckerem Biojogurt, Frisch gekochten Eiern und belegten Brötchen.. gut, letzteres war nicht  im Preis mit drin, aber morgens geht eh ein Jogurt am besten bei mir 😉

Mein Fazit ist, das ich nächstes Jahr wieder da bin. Wieder Zeltend. Vielleicht sogar mal die große Runde versuchend. Dieser Run lohnt sich in seiner Preisklasse für mich tatsächlich mehr als einige der hoch dekorierten Pro Veranstaltungen und bin   superhappy, das ich diesen Lauf kennen lernen durfte..

Hier nochmal der Link zur offiziellen Seite für jeden, der interessiert ist 😊

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Aber das war es heut von mir auch zu dem Lauf. Ist ja doch wieder recht lang geworden.

 

 

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und auf Wiedersehen 🙂

Suzuki LakeRun Teil 2

So, und nun den lauf nochmal aus meiner persönlichen Sicht

Der Lakerun war granatig. Gut, wie bereits erwähnt, war für viele Läufer das Wetter nicht so toll, aber wenn wir ehrlich sind… die Bedingungen für einen Hindernisrun sind doch immer eher grenzwertig 😉

Neben der RatsRunners Serie wird der Suzuki Run die nächste Serie, die wir mitmachen wollen, und das liegt nicht nur an den 4 Bereichsmedallien, die zusammengesetzt werden können, wie ein Puzzle. Nein, die Anstrengung ist es ja, die man auch erwartet bei so einem Run. Das Kribbeln wenn man die ersten Hindernisse vor sich auftauchen sieht, wenn der Starterpulk sich langsam auseinander zieht und man lächelnd hinter genauso Verrückten her trabt, wie einem ebenso Verrückte folgen.

Die Hindernisse waren ja bei der Wateredition sehr Wasserlastig, was mir eigentlich gut zupass kommt, aber auch die Arme wurden gut gefordert.

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Diesmal hatte ich auch ein minimales Erfolgserlebnis, bevor ich die 10 Strafburpees machen musste. Es gab, natürlich, eine Station, an der man sich vorwärtshangeln musste an Baugerüststangen…

Joahr…. Statt nur an der ersten Stange zu hängen und nicht vorwärts zu kommen, habe ich doch glatt 3 weitere geschafft, bevor ich abgeschmiert bin.. mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber ich bin tatsächlich, trotz der schwachen Leistung, stolz auf mich, da ich weiter gekommen bin als je zuvor bei so einem Hindernis ❤

Es gab eine tatsächlich ungewöhnlich lange Laufpassage, was ich per Se nicht schlimm fand, schließlich wurde man dadurch ja auch warm, aber es war dennoch auffällig.

Endlich hatte ich auch mal einen Lauf mit einem Schaumtunnel, allerdings frage ich mich, was für ein Teufelszeug dafür verwendet worden ist, da sich der Schaum unglaublich hartnäckig an den Schuhen gehalten hat und noch ewig mit einem mit gelaufen ist J

Gegen Ende des Laufes, nachdem man gefühlt ständig durch irgendeine Brühe gewartet, durch Betonröhren gekrabbelt, über baumwurzeln hinweggesprungen und Sandsäcke getragen hat, kam der Oberhammer… um in die Zielgerade einbiegen zu können, gab es ein ganz gar fieses Ding.. Erst an Seilen hochkrauchen, danach wieder runter, an einer Seiltakelage in Netzform wieder hoch und runter, danach noch Bierfass hochziehen. Also alles was evt in den Armen mal drinne war, wurde ausgepresst.

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Gut, das Seil hoch klettern habe ich zugunsten von Chrunches ausgelassen, aber dennoch konnte ich nach den anderen beiden Hindernissen locker als Olivia stehen und völlig panisch Armschlackernd nach Popey rufen.

Wäre ja eigentlich auch nicht sooo wild gewesen, wenn dann nicht noch die unglaublich hohe half pipe gewesen wäre, die zwischen Ziel und mir gestanden hat. So ein Hindernis in der Form hatte ich auch noch nie und habe den Anlaufschwung völlig unterschätzt. Festhalten und hoch ziehen hätte ich eh nicht geschafft, aber beim zweiten Anlauf gab es dann viele beherzte Arme, die mich packen und hochziehen konnten… Ich danke allen Hulks, die dort aus mir ein glückliches Mädchen gemacht haben 😉

Aber.. das coolste kam ja fast noch. Statt einzulaufen musste man nochmal in einen Baucontainer, gefüllt mit Wasser und Sand, um sich die beiden Teile der Medaille zu ertauchen. Also einmal das Band, und einmal das Metallstück.img_20180829_070916-027146472733812262615.jpeg

 

Ganz ehrlich Leute.. ich fand, das ist eines der coolsten Aktionen gewesen… das finde ich echt mega gut und hoffe, das sowas öfter aufgegriffen wird ❤

 

Mein Fazit.: Ich freue mich unglaublich auf die 4 Läufe, die da unterteilt sind in

Wood Edition

Steel Edition

Mud Edition

Water Edition

Vielleicht sehe ich Dich ja auch da in den nächsten 2 Jahren? Die Einhornbrigade Shirts sind auf alle Fälle wieder Einsatzbereit 🙂

 

Suzuki Lake Run Teil 1

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Mit Kindern die Freizeitgestaltung zu machen, kann bisweilen schwer sein.

Entweder hat man Kids, die wie auf Speed sich auspowern müssen, oder aber Du hast welche, die … nenne ich es mal vorsichtig , introvertiert sind. Oder Du hast ein Kind wie meines.. eine gute Mischung aus beidem. Und dazu im Zarten Alter von 11, wo die Welt bei jedem murren unter zu gehen hat, oder überall sparkling Einhörner herum tappsen.

Aber was macht man mit solchen Kids? Ich hab ja gedacht, ich hätte Glück. Sie mag Sport, macht bei der Sportakrobatik mit, schnappt sich manchmal den Nachbarshund und geht joggen, nutzt das Trampolin.. aber wenn es darum geht, das man Leistung einfordert, dann knickt sie ein, darum schafft sie es im Verein nicht über die c Gruppe hinaus, und wenn man dann mit ihr und dem Hund gemeinsam joggen will, ist auch auf einmal alles doof.

Letztes jahr allerdings, da haben wir beim Strong Viking Family Run mitgemacht. 5km über Stock und Stein. Sie war begeistert, hat während des Laufes zwar gerne eine Sänfte gehabt, doch  nach dem Lauf wollte sie gleich wissen, wann denn der nächste Lauf sei…

Das war dann nun vergangenes Wochenende am Möhnesee soweit. Der Szusuki LakeRun mit der Wateredition stand an. Wir haben die 8km Spirit-Strecke gemacht und was soll ich sagen… ja, das Wetter war nicht das beste.. das Wasser kam wie bereits erwähnt, von oben, unten und wenn es bei den Hindernissen schlecht lief, auch von den Seiten. Dazu ein Windchen. Aber alles in allem nix, was einen Wikinger, und als solchen sehe ich uns, da wir gebürtige Schleswig Holsteiner von ganz oben sind, ins Boxhorn jagen würde.

Joahr, weit gefehlt. Sowohl die eigene Wurzel, wie auch unser Mitstreiter waren am Zittern wie sonst was. Nach nur 2 km.. vielleicht ist in solchen Fällen ein wenig Fettreserve gar nicht sooo verkehrt, da ich von der Kälte eigentlich nicht viel mitbekommen habe während des Laufes, sondern erst danach, als wir gemütlich bei Wurst und Kaffee beisammen standen und der Laufmodus begann, sich wie ein zerfasernder Schleier vor meinen Augen zu lichten.

Aber anstrengend waren die nach jedem Hindernis aufkommenden Wehwehchen der Tochter und das stete „Ich kann nicht mehr Laufen, Mama“. Das war, muss ich ja leider Gothes zugeben, dezent nervig, da auch kein großer Wille erkennbar war. Es erschien ihr wohl leichter, zu mosern wegen der Kälte, statt aktiv was dagegen zu tun. Aber da sind wir wieder bei dem klassischen Fall „jaaa, ich find das voll toll und will das machen… wie, ich muss dafür was tun? Nein, ich wollte sowas nie machen. Ich lauf hier nur mit, weil Du gesagt hast, dass das teuer gewesen ist“

 

Aber gut. Irgendwie bei einer 11 Jährigen auch verständlich.. auch, wenn stetig Kids in ihrem Alter oder gar noch jünger, an uns vorbei gepfeffert sind. Selbst das hat sie nicht dazu bewegt bekommen, vielleicht mal selber aus Ehrgeiz ein wenig die Beine in die Hand zu nehmen. Ich frage mich, wie die anderen Familien das hin bekommen.. weil eigentlich kann meine Tochter sowas gut leisten..

 

Naja, eine Chance gebe ich Ihr noch. Nächstes Jahr ist locker angedacht, einen Family Run vom Mud Masters auf dem Airport bei Weeze zu starten. Jedoch nicht alleine, sondern dann mit 2 oder 3 Familien mehr, vielleicht ist bei so einer großen Gruppe die Dynamik für meine Tochter besser, als wenn nur ich sie da anheizen will.

Sollte sie allerdings auch da so reagieren, wird es leider der letzte Hindernislauf gewesen sein, den die Einhornbrigade so Angetreten ist. Was eigentlich echt schade wäre, aber den Stress würde ich mir nicht stetig antun wollen, und das rum Gepampe meines Kindes auch nicht. Also, ich bin für Tipps offen, wie man Kinder, die theoretisch für sowas begeisterungsfähig sind, aber keine Lust auf Leistung bringen haben, dazu verleiten kann, doch mit einem Lachen durch den ganzen Run zu preschen. Denn die Tragepassagen, oder das Feuerhüpfen, auch die Ziellinie etc. haben sie ja zum Lachen gebracht, nur das Laufen dazwischen war ihr zu doof, sodass wir die 8km fast ausschließlich quasi gegangen sind L

 

Gut, das war quasi Teil eins des Berichtes um den LakeRun, ein Bericht aus meiner Sicht mit einer näheren Betrachtung der Hindernisse und der Strecke an sich folgt auch bald.